Juifenalm

Nachdem meine Wochenenden seit kurzem, nach  vielen Jahren nicht mehr mit Terminen gefüllt sind, genieße ich es das zu tun was ich mir seit vielen Jahren schon vornehme - eines davon ist, mit den Hundern wandern zu gehen.

Die erste Tour hat sich auf unserem kleinen Wurftreffen 2014 eher zufällig ergeben. Wir haben uns in Praxmar für ein Wochenende getroffen. Der Wetterbericht war zunächst beschi...... aber für Samstag Vormittag lohnte es sich auf jeden Fall etwas zu unternehmen. So empfahl uns die Wirtin eine Tour zur Juifenalm zu machen.

Ca. 1,5 Stunden

Schotter - Kiesweg, alternativ kann man ein gutes Stück den Sommerweg durch den Wald gehen.

 1, 5 Stunden war für mich kein Thema und für Willow war das sicher auch angemessen bei einer geplanten Gesamtlaufstrecke von etwa 3 Stunden hin und zurück.

Die Wanderung begann in Praxmar erst mal von oben durch die erste Kuhweide und eine Pferdekoppel zu den Fischweihern.

Es ist einfach nur schön die Tiere auf der Weide zu erlegben  neugierig gucken sie einen an - die Haflinger trauen sich auch direkt  bis zu uns.

 

Ja ein bissl mulmig war mir schon aber der direkte Kontakt zu den Tieren ist einfach schön.

Beim Runtergehen grauste mir schon, da ja klar war  - was wir runtergehen, müssen wir später wieder rauf.

Weiter führte uns der Weg ein Stück an der Straße entlang und nach kurzer Zeit rechts hoch Richtung Wald. Dort ist das erste Stück noch Schotterweg und führte uns vorbei an einem hübschstinkenden Tümpelchen  - alle Hunde drin  - fast all - *örgs.

Nach einer Weile führt der Weg in den Wald und man geht einen mehr oder weniger befestigten Weg der gesäumt ist von unendlich vielen Alpenrosenbüschen - ich kenne sie als Azalee  und habe damit aufgehört sie als Zimmerpflanze kultivieren zu wollen - dort wachsen sie einfach Wild in so unglaublicher Pracht dass ich ich gar nicht sattsehen konnte.

Der Weg geht mehrfach rauf und runter, was mich schon an den Rand meiner Leistungsfähigkeit brachte - aber aufgeben gibts nicht.

Nach etwas 1 Stunde (meine Gehgeschwindigkeit) stößt man auf die Rodelstrecke der Juifenalm  - ein Schotterweg den man in Serpentinen nach oben gehen kann - alternativ kann man die Kurven auf dem Sommerweg schneiden der durch den Wald führt.

Die Wanderung ist wirklich schön, leider findet man an keinem der Wegschilder einen Hinweis wie weit es noch ist.

Der letzte Abschnitt des Weges, egal ob Sommer - oder Winterweg führt durch eine Weide mit  für meinen Geschmack reichlich vielen Rindern zum Teil mit beeindruckendem Gehörn auf dem Schädel - und die Rindviecher standen uns buchstäblich im Weg was das Vorbeikommen mit insgesamt 7 Hunden nicht gerade einfach machte - die Menschen sind die Rindern wurscht,  aber nicht die Hunde *örgs.


Aber tapfer wie wir sind dern Anblick der Hütte endlich vor Augen haben wir auch diese Gefahr überwunden.

Endlich auf der Juifenalm angekommen nach 3 in Worten DREI Stunden, gab es ein feins Platzl vor der Hüttn und freundlicher Bewirtung mit Wasser, Buttermilch, Kuchen oder Nudlsuppe.

Das war auch bitter nötig -ich war  einfach nur platt, ob meiner unterirdsichen Fitness völlig durchgeschwitzt aber glücklich und stolz, dass ich nicht aufgegeben habe. Dank meiner Begleiter, Ingrid, Aiga und Kai bin ich da oben angekommen.

Die Enten erregten das Aufsehen der beiden Blondies, während die Schwarzen die den Weg gefühlt 20 Mal gelaufen sind, umfielen und sich erstmal ausruhen mußten.

Nachdem wir das Panorama eine Weile genossen hatten begaben wir uns auf den Rückweg - diesesmal folgten wir einfach der Schotterstraße (=Winterrodelbahn) bis zum Abzweig der uns wieder Richtung Praxmar führte.

Dass wir dann den ersten Hang wieder nach oben stapfen mussten, gab mir den Rest. Ich habe keine Ahnung mehr wie ich die letzten 100 Höhenmeter überwunden habe - vermutlich war es der reine Überlebenswille.

Zu ergänzen sei, dass wir unglaubliches Glück mit dem Wetter hatten - inklusive Sonnenbrand trotzdem trocken blieben und den ganzen Tag bei erträgliche Temperaturen verbringen durften.

Am Ende des Tages wurden wir noch mit einem Regenbogen belohnt.

 

Fazit:
Eine Tour die ich sicher nicht das letzte Mal gegangen bin.
Wunderschön für die Hunde da es immer wieder Wasser gibt und man auf den schattigen Sommerweg ausweichen kann auch wenn der viel steiler ist .
5 Stunden  wenn man nicht geübt ist sollte man planen.

Zurück gibt es einen Höhenweg den sind wir nicht gelaufen, das werde ich ein anderes Mal probieren!

Danke an Aiga und Kai für die Bilder und an die beiden wie auch an Ingrid für den gigantischen Wandertag!