Isar Cup Team WT 2017

Isar Cup Team WT- Wahhhhhh da muß man hin.

 

So tönte es in meinem Kopf als ich im Sommer davon erfuhr. Dass der Termin im November vielleicht in Sachen Wetter nix Gutes verheißt - ach was sch…. drauf das wird schon.

Und so kam dann der November der 19. um, genau zu sein langsam in Sicht – ja sowas Blödes da hatte ich ja vorher Geburtstag und ja und am Samstag tanzen und ja und am Sonntag Theaterkarten – geradezu wunderbar - eine Wochenende mit wenig Schlaf kam da auf mich zu.

Dann kam die Info Mail der Sonderleitung – Anmeldung: am Vortag abend oder - SIEBEN UHR MORGENS - ich dachte nur – seid ihr des Wahnes??? wann bitte soll ich denn da schlafen???

Ich steh ja sonst schon nicht so früh auf – aber die Ganze Aufregung half nix – 7:00 Uhr morgens antreten war gefragt *grmpf.

Mit meinen Teampartnern Jule (Rumo als A-Hund) und Johanna (Audrey als Open Hund) habe ich mich verabredet - wer sich um 5:45 im unserem Chat noch nicht gemeldet hat, wird angerufen. Aufstehen mit Sicherheitsnetz und doppeltem Boden sozusagen.

Ja und am Abend vorher wars halt einfach megalustig und ich war dann irgendwann um 1:00 zu Hause und bis ich im Bett lag wars halt halb drei - der Wecker beim Einschalten - „Sie werden in 3 Stunden geweckt“ *soifz.

Was soll ich sagen – als der erste Wecker von Dreien losging saß ich senkrecht im Bett – erster Blick in den Chat – und ohneeeeeeeeee Audrey läufig erster Blutstropfen – und was nu? Na ja Banu könnte, weil jetzt sind wir schon auf und jetzt noch canceln ist doof – egal wie furchtbar das Wetter wird, aber wenn ich schon auf bin, geh ich auch hin.

Also habe ich nicht nur Amy sondern auch Banu eingepackt und dachte mir besser ein Open Hund als kein Open Hund.

Dass sie auf Grund ihres Handycaps nicht sauber im Training ist und dadurch auch extreme Distanzen z.B. nicht sauber voran geht oder gemäß ihrer Natur oft zu früh in den Jagdmodus geht – so what – ich war mir jedenfalls sicher – sie wird es genießen – hat sie auch. Und Banus besondere Qualität ist, dass sie mit jedem der mit ihr arbeiten will, kooperiert sofern derjenige lieb mit ihr ist, Kekse in sie reinschiebt und sie das Handling verstehen kann.

So sind wir also los -. 6:15 – eine Zeit in der ich früher vielleicht heimkam aber nicht aus dem Hausging :-D

Egal - wir kamen pünktlich an – in 17 Lagen angezogen weil der Wettergott laut Vorhersage echt ätzend drauf war. Schneeregen bei frostigen beinahe gefrierfähigen Temperaturen. Schneetreiben auf der A99 bei der Anfahrt. Tatsächlich hab ich sogar an die Hundemäntel gedacht!

Ums kurz zu machen – wir waren pünklich da – in drölfzig Schichten gehüllt machten wir uns auf den Weg zur Anmeldung.

Es war sooooo kalt *bibber. Aber viele Menschen die ich getroffen habe, haben mich sogar um diese Uhrzeit für die Kälte und sonstiges Ungemach entschädigt.

An dieser Stelle ein Riesengroßes Lob an alle die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben!!!

 

Wir starteten an Station 4:

Im Blick die Allianzarena, noch beleuchtet zumindest eine Weile.

Na gut irgendwann ging es los. Wir waren die ersten unserer Gruppe.

Walk up ein paar Meter vielleicht 20 über einen Buckel dann zwischen 2 Bäumchen aufreihen.

A – Markierung -Fallstelle hinter irgendwelchen Nadelgehölzen man sieht nur die Flugbahn

F - beschossenes Blind nach vorne der Helfer steht auf einem Wall der Hund soll nicht hinter den Wall ca. 80 m

Open – vor uns in gefühlten 200 m Entfernung ein Wäldchen ein Stück davor ein einzelner Baum – man sieht einen Helfer von dem Wäldchen nach rechts gehen Schuß Dummy fliegt nach recht -kaum zu sehen, der Helfer geht wieder nach links vor denWald – oh ja vielen Dank auch – dass der Wald allein zieht, hat halt nicht gereicht :P

 

Auf der Wiese pfiff es wie die Hölle wir haben kaum die Schüsse gehört und es war dermaßen laut durch den Sturm, dass da schon klar war - die Hunde werden selbst wenn sie hören wollen die Pfeife spätestens ab 100 Meter nicht mehr hören.

 

Rumo - raus - rein

Amy schnurgerade raus – leider hat sie das Suchengebiet nicht gleich gehalten – ich pfiff in die Tröte dass die Schneidezähne wackelten – ein Korrektur - gefunden.

Banu – blieb als erstes am Baum hängen – ließ sich dann weiterhandeln – war nicht tief genug – als sie genug Tiefe hatte, bekam sie keine Witterung vor lauter Sturm nehme ich an – und es zog sie in den Wald – O-Ton Richter – Wenn sie aus dem Wald mit einem roten Dummy kommt, ist das eine Null - YESSSSS Banu hats gefunden – und kam strahlend und an und lieferte das rote Dummy bei Johanna ab :-D

 

Ich weiß die Reihenfolge nicht mehr ganz sicher wie geschossen wurde Sorry dafür.

 

Für den Hund ist es wurscht Hauptsache er findet – und ich fand Banu hatte es verdient. Niemals hätte ich sie gemeldet um so mehr hat mich der Fund des Nullerdummies gefreut. Nett wäre gewesen, wenn man das gleich gewußt hätte nicht erst wenn der Hund schon im Wald ist und eh nix hören kann.

 

Nächste Aufgabe Station 5:

 

F -Hinter einem Tümpel mit Schilf wird ein Dummy beschossene

A – ein Dummy fällt ca 20 Meter vor uns in einen Tümpel mit Schilf

Open – 150 m fällt eine Markierung hinter einen Wall in einen Graben – es schifft grad richtig – Markierung wieder zur schwer zu sehen

 

A - Rumo raus – rein mit Hindernis und Schilf in Schnabel – nach Abgabe ein kurzer Weg Heelwork zu einem Stab dort anleinen und Hund den Mantel anziehen.

 

F – Amy - raus rein - :-D die ersten 20 Punkte des heutigen Tages – sagte der Richter – wie hab ich mich gefreut.

 

O – Banu: ich hab so gezittert, sagte Johanna noch – voran nicht Apport – und tatsächlich ist sie bis in den Graben gekommen – Johanna gibt keinen Suchenpfiff Hund hatte offensichtlich keine Witterung und läuft wieder aus dem Kessel, stülpt das Gelände um und das Gehandel geht los. Irgendwann war sie wieder in dem Graben, fand und kam

 

Alle 3 Dummies drin keine Null – YESSS

 

Auf zu weiteren Taten – nächste Station:

 

Vor uns ein Wäldchen, Treiber gehen durch es fällt ein Dummy nach vorne eins nach Hinten und wir wußten auf dem Rückweg des ersten Hundes fällt eine weitere Markierung nach rechts ca 70 – 80 Meter

 

Rumo holt das Kurze ich schätze keine 50 Meter vor dem Wald und da wir wählen konnten, entschied ich, Banu holt die später geworfene Markierung und Amy schicke ich durch das Wäldchen. Ich wollte Banu das Gerümpel und Totholz in dem Wäldchen nicht zumuten. Weil wenn sie rennt kennt sie keine Gnade, leider quittiert die Pfote aber solche Ausflüge später dann schon :-(

 

A- Rumo überschlug sich beim Picken des vorderen Dummies :-D Banus Dummy fällt quasi als Verleitung – weder sie noch Hanna haben markiert.

 

Amy – sie war auf Anhieb durch – war im Bereich nahm den Suchenpfiff nicht an oder hat ihn nicht gehört und das Drama begann – ich machs kurz – ich hab sie reingeholt – Stoppfiff nicht annehmen – da krieg ich den Föhn – und DAS MACHT SIE IM TRAINING NIE – ich habe innerlich so geflucht. An allen anderen Aufgaben war sie gehorsam – aber da einfach nicht. *grmpf – NULL unsere immer wiederkehrende eine Null.

 

Ja und Banus Verleitung -ich danke mal 3 Pünktchen waren noch über als sie das Ding dann endlich hattel, aber sie hatte Spaß :-D.

Rumo hat uns währenddessen dann auch noch irgendwann erklärt, dass er das Elend da nicht mehr ertragen könne und es doch selber vieeeeel besser könne, somit hat er seine Punke auch gleich noch wieder zurückgegeben :-D

 

Sorry Heike dass wir deine wirklich schöne Aufgabe so verhunzt haben.

 

Station 2

Vor uns ein Treiben aus dem der A – Hund ein Dummy holen soll

Davor fällt für den F Hund eine Markierung links auf eine Wiese – ich warte heute noch dass ich das Dummy fliegen sehe, ich habe nicht mal den Schuß richtig gehört, aber ich habe da was liegen sehen und gebetet dass es kein Holzprügel ist sondern ein Leinensack.

Der A Hund durfte dann weggehen und der Open Hund sollte ein Blind zu einem Fähnchen an einem Baum in ca 70 Meter Entfernung arbeiten. Schwierig – davor haben die Treiber den Laufweg gekreuzt und sind rechts im Wald versschwunden – HAHAHA unsere alte Baustelle.

 

A – Rumo beim Arbeiten zu sehen – da geht mir echt das Herz auf – Dummy drin

F – Voran – Amy will zum Treiben abbiege – grmpf – Stopp – Voran – nimmt auf Anhieb die Tiefe, bekommt vom „was auch immer da liegt“ Wind und pickt.

O – Banu – Johanna bemüht sich redlich sie hinter zu bekommen und die beiden haben echt gekämpft – aber es hat bis auf ein paar Meter einfach nicht gereicht. Die Treiber zogen sie immer wieder in den Wald und obschon sie immer wieder rauskam und der Richter gefühlt ewig handeln ließ, (Danke Petra) mußte Banu leer reingeholt werden – ein Wunder, dass sie kam - so ohne Beute :-D

 

Station 3 und unsere Letzte -

 

Ach ja - wir sind in rasendem Tempo da durchmarschiert. Bereits um kurz nach 12 hatten wir 4 von 5 Stationen - Hey das ging wie das Brezn backen. Ich hatte ja befürchtet, dass wir bis Einbruch der Nacht da stehen würden.

 

Großes Kompliment an das Organisationsteam – das alles zu toppen, was ihr da auf die Beine gestellt habt, wird schwer, selbst das Wetter hat sich eines Besseren besonnen und war nicht ganz so grauslich wie befürchtet, gegen Mittag gab es sogar ein paar Sonnenstrahlen und die Temperatur wurde deutlich erträglicher.

 

Also gut Station 3:

 

A – Markierung vorne rechts in den Bewuchs unter einem Baum - nicht gut zu sehen, da die Äste dort sehr tief hingen. 20 M – Tücke – der Bewuchs – die Sicht, das Gelände

F - Markierung vorne leicht links – Amy hat nicht markiert :-(

O – ein Blind mitten durch, an einer Baumgruppe - ich wußte erst gar nicht wo es liegt – im Nachhinein war es klar und wie ich danach von einem Helferlein erfuhr wurden sowieso alle Hunde viel zu früh gehandelt :-D

 

Egal Rumo hat seinen Job fein und verlässlich erledigt – sehr konzentriert bleibt er am Ball und arbeitet sein Dummy – echt schön <3

Amy - eiert – ich muß kurz eingreifen – sie ist brav stoppt sofort, ich kann sie korrigieren, sie bekommt im Zielgebiet Wind und pickt – keine Glanzleistung aber ok.

Banu – als wir zur Aufgabe gingen hatte ich den Eindruck sie würde ein wenig entlasten und bat Johanna mich an der Aufgabe entscheiden zu lassen, ob sie das arbeitet oder nicht. Das Gelände war moderat, daher entschied ich ihr den Spaß zu lassen. Die beiden kämpften um das Dummy und wurden mit dem Erfolg belohnt. Wäre bitter gewesen, hätte sie nicht gefunden – nein nicht wegen der Punkte die sind mir sch...egal – mir geht es um den Hund. Banu arbeitet soooo gerne dann soll sie auch den Erfolg haben, sie hat es sich schließlich nicht ausgesucht, dass ein Krallenbein entfernt wurde. Mir geht es um die Lebensqualität des Hundes und dazu gehört, dass sie das tun darf, was sie am liebsten tut – Dummies (in Ermangelung anderer Opfer :-D ) jagen, sofern es ihr nicht schadet.

Eine weitere Aufgabe hätte ich sie an diesem Tag nicht machen lassen wollen.

 

Resümee:

Ein geniales Gelände für Flachlandtiroler :-D

Es hat alle möglichen Bewuchsarten inkl. Wäldchen und Hölzer, Gräben, Buckel, so dass man nie genau weiß, was den Hund im Zielgebiet erwartet.

 

Die Aufgaben haben mir persönlich wirklich gut gefallen – mit Ausnahme des Sturmmarks auf gefülten 200 Metern – aber auch damit muß man zurecht kommen.

Wir haben als Team wie erhofft einen typischen Prüfungstag erlebt mit unglaublich viel Spaß sowohl innerhalb als auch außerhalb des Teams.

 

Ich stelle fest – ich habe mich mit meinen Hunden im Prüfungsgeschehen trotz eines vermeintlich nicht so guten Ergebnisses dennoch weiterentwickelt.

 

Ach ja das Ergebnis – wie sagte Sammy? Ihr seid sicher unter den ersten 28 und wir haben uns sogar auf die 24 hochgearbeitet :-D

 

Fazit !! Gerne wieder