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.......oder Dummyarbeit und schlemmen, schlemmen, schlemmen ! Es ist immer wieder erstaunlich, welche merkwürdigen Verknüpfungen entstehen, wenn man ein Seminar von Jörg Brach besucht. Aber sicher fragt sich der Leser, wenn er diesen Titel liest, wie das zustande kommt, daher werde ich mich um Erläuterung in den nächsten Kapiteln bemühen Tag Nummer 1:Es begann am Samstag Morgen um 9:00 Uhr ganz harmlos wie immer, am Treffpunkt zum Dummyseminar mit Jörg Brach. Wir, eine gemischte Truppe von Herr bzw. Frau und Hund, fuhren zum Trainingsgelände. Der Wettergott war uns wohl gesonnen und verwöhnte uns schon morgens mit einem strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Wie bereits befürchtet, durften wir zu aller erst unsere Fußarbeit zeigen. Iiiiigittttttt....Wer macht das schon gerne. Aber schließlich hatten wir ein Einsehen, dass es ohne eben nicht geht und zeigten unsere Künste - mit recht wenig Erfolg. Letztlich musste doch der Eine oder Andere einsehen, dass der Blick nach vorne gerichtet, Verletzungen an der Stirn verhindert, vor allem dann, wenn man mit dem Hund bei Fuß zum Beispiel durch den Wald geht. Da wir bezüglich des Trainingsstandes, eine recht kunterbunt gemischte Gruppe waren, war ich wirklich gespannt, welche Aufgaben uns gestellt würden. Das Hauptthema des Vormittags war das Voranschicken. Um den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben verändern zu können, wurden die Hund - Mensch -Teams jeweils zu dritt in einer Reihe in 3 Reihen hintereinander aufgestellt. Die letzte Gruppe durfte somit ihre Hunde durch 2 Lines durchschicken. Das klappte dann auch ganz gut. Und um das Ganze etwas aufzupeppen (war ja wirklich eine "langeweilige" Angelegenheit), flog dann mal schnell ein Dummy ins Wasser, das die Hunde arbeiten durften. Welche Qual nach der Wasserarbeit den einen oder anderen Vierbeiner zu überzeugen, dass im Wasser kein Dummy mehr war, sondern am nächsten Busch 20 Meter entfernt. Dann packte Jörg die Videokamera aus und filmte jede Teilnehmerin aus den verschiedensten Perspektiven bei einem kurzen "Voran". Die Aufnahmen im Profil machten noch niemanden wirklich nervös, aber als Jörg einen Standort einnahm, direkt hinter der jeweils arbeitenden Hundeführerin, wurden doch einige Befürchtungen geäußert, dass eventuell bislang sorgfältig verhüllte Geheimnisse offenbar werden könnten. Aber wir Damen zeigten uns letztendlich unbeeindruckt und hofften einfach das Beste. Nach dem feudalsten Mittags-Büffet, das ich bisher erlebt habe auf einem Seminar (Fleischpflanzl, fränkische Würste, Nudelsalat, hausgemachte Nussschnecken, Kuchen , Unmengen an Schokolade und Süßigkeiten und vieles mehr) war es mittlerweile hochsommerlich heiß geworden. Daher beschlossen wir den Nachmittag am Wasser zu verbringen. Zu dritt in der Line wurden Wassermarkierungen gearbeitet und im Anschluss wurde eine Aufgabe mit Voranschicken aufgebaut, die dann wieder mit einer Wassermarkierung kombiniert wurde. Schnell wird hier die Steadyness auf ein harte Probe gestellt und Hundeführer die annahmen, ihr Hund ginge nicht ins Wasser, wurden schnell eines Besseren belehrt. Zum Abschluss liefen wir noch einen kurzen Walkup am Wasser entlang. Die Dummies fielen in hohem Bogen über die Böschung ins Wasser, worauf mancher Hund das Dummy gerne ein bisschen länger suchte und ein ausgiebiges Bad nahm. Videoanalyse und Abendessen Untertitel: schon wieder essen - und das war schon wieder so lecker Die Videoanalyse war für die Teilnehmerinnen eine völlig neue Erfahrung. Leider kann man da nichts mehr leugnen, schön reden oder gar als einmalig abtun, es geht einfach nicht mehr, dann man sieht jeden Fehler - wie bitter. Aber der AHA Effekt ist wirklich erstaunlich. Wobei der Spaßfaktor gerade hier auch ganz erheblich ist. Ich kann das jedem, der das noch nie mitgemacht hat, unbedingt empfehlen. Ich habe noch nie so deutlich gesehen, welches Rumgehampel ich veranstalte, bis mein Hund meiner Meinung nach, endlich korrekt an meiner Seite sitzt, so dass ich beschlossen habe die Fußarbeit sofort zu meiner Lieblingsdisziplin zu machen. Das hätte mir nie jemand so verdeutlichen können, wie diese eine Videoaufnahme. Tag Nummer 2:Bei bewölktem Himmel starteten wir um 8:00 Uhr Morgens in den 2. Tag. Das Gelernte des gestrigen Tages wurde vertieft mit Voranschicken aus unterschiedlichen Distanzen und wechselnden Standorten. Hier trennte sich sehr schnell das Spreu vom Weizen und besonders ein Gespann zeichnete sich durch unglaubliche Leistungen aus. Die beiden werden wir sicher bald in der Siegerklasse sehen. Insgesamt haben alle trotz des anstrengenden ersten Tages die Aufgaben mit der gleichen Begeisterung gearbeitet wie am Tag zuvor. Die Anregungen und Korrekturen des Vortages trugen bereits Früchte und spornten natürlich alle Teilnehmer besonders an. Bei den folgenden Markierungs-Aufgaben wurden Teils hervorragende Leistungen gezeigt, obwohl einige sehr junge oder noch unerfahrene Hunde dabei waren. Der eine oder andere Vierbeiner machte einen kurzen Ausflug ins Wasser bevor er die Markierung arbeitete und durfte dann für den Rest des Vormittags im Auto sitzen Der kulinarische Höhepunkt dieses Tages war ein ausgiebiges Spargelessen. Der "Autositzer" durfte dann auch wieder mittrainieren und war auf einmal wieder mit der ganzen Konzentration dabei und arbeitete alle Aufgaben sauber mit. Was so ein Päuschen ausmacht. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Apports über einen Schafszaun, erst aus kurzer Distanz, später aus unterschiedlichen Startpositionen und zuletzt aus einem Walkup heraus. Alles in allem war es ein gelungenes Wochenende an dem man wieder einmal erleben konnte welche erstaunlichen Fortschritte jedes einzelne Hunde Mensch Team machen kann - nicht zuletzt aufgrund des systematischen Aufbaus und des richtigen Schwierigkeitsgrades für jeden Hund. Sodass alle beteiligten immer mit Spaß bei der Sache sind und die Erinnerung an ein erfolgreiches Wochenende mitnehmen, sowie viele Anregungen für das weitere Training zu Hause. 
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