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BLC 2011

Lions Cup 2011  - erster WT-A Start für Banu und der Saison Start für meinen Rotfuchs.

Abgesehen davon, dass ich die Uhrzeit (Anmeldung 7:15 einfach grauenhaft finde) war ich recht entspannt. Der Rotfuchs konnte aufgrund der morgendlichen Temperaturen noch im Auto bleiben und meine Aufmerksamkeit stand alleine Banu zur Verfügung.

Ich war ausgeprochen neugierig wie sie sich zeigen würde - da ein WT insgesamt sehr viel Spannung und Aufregung mit sich bringt. Die vielen Leute, Hunde Schüsse - enorm viel Eindrücke für so einen jungen Hund.

Abgesehen davon, dass man nie weiß, was mit den einzelnen Richtern und deren Philosophien zum Führen eines Hundes auf einen zukommt. Habe ich mich darauf konzentriert - soviel wie nötig so wenig wie möglich einzugreifen. Was sich in Bezug auf die Arbeit des Hundes als richtig in meinen Augen zeigte  - aus Sicht mancher Richter uns etliche Punkte kostete.

Z.B. werde ich schon gar nicht bei einem so jungen Hund bei einer Markierung auf 15 Meter grundsätzlich eingreifen. Dies hatte zur Folge, dass Banu, die offensichtlich keine Witterung von einem Stück in einem sumpfigen Tümpel bekam - (das Dummy ist ist im überschwemmten Altgras versumpft:-) ) , begann großräumiger zu hunten mit der Zeit, so dass ich sie ins das Fallgebiet zurückholen mußte.

Mein Resumee:
Für mich war es viel wichtiger zu sehen, dass es möglich war, sie wieder in das Fallgebiet zurückzuholen und den Hund nicht aus der Kontrolle zu verlieren.

Sehen wollte der Richter : Sofortigen Stoppfiff an der Fallstelle mit Suchenpfiff.

Was uns wieder in die Grätsche führt - was tue ich bei einem Richter der keine Handling bei einer Markierung sehen will?

An einer anderen Station - der Richter bezeichnete den kleinen Hund als "hunting- machine" legte sie nach einer Suche von 4 Dummies - das Stück kurz ab um den Griff zu verbessern - sie hat den Kopf zum Boden genommen und dort quasi nur das Dummy besser reingschoben in den Fang - das wurde mit 5 Punkten geahndet. Vermutlich zurecht - regt mich aber nicht wirklich auf. Banu hat mit enormem Tempo das Unterholz umgekrempelt ohne ein Stück langsamer zu werden.

Insgesamt waren es für Anfänger nette und machbare Aufgaben.

An einer Station hatten wir Pech, da Banu eine Markierung die auf dem Rückweg im rechten Winkel zur ihr hinter einen Hügel ins Wasser fiel, nicht wirklich zuordnen konnte. Diese wurde nach einem kurzen Walkup (die Furßarbeit war zugegebenermaßen grausig an dieser Station) gearbeitet.

Als ich sie mit Voran ins Wasser schickte (was für sie eh das Allergrößte ist:-) ) suchte sie wie wild an Land - somit war klar - sie hatte das "Platsch" nicht gehört. Umso besser gefiel mir - dass sie nicht aus Verzweiflung ein Bad genommen hat - sondern an Land suchte - blöd für die Punkte  - aber ein gutes Zeichen für mich.

Ein glücklich für uns fallender Schuß und mein - "geh ins Wasser" (was für eine Kommandoooo *schäm) halfen ihr, das Dummy zu sehen und schwupps hatte ich es in den Händen- mit einem vom Richter mit "endlich mal eine schöne und korrekte Ausgabe" versehenem Kommentar.

Eine Doppelaufgabe (ausgeführt wie 2 Einzelen Markierungen) Wasser und Land die wir aufgrund eines Helferversehens wiederholten durften - hat sie sauber mit 20 Punkten erledigt. Ebenso eine Mark mit einem nachgelegten memory das leider an einer ganz anderen Stelle landete, waren in meinen Augen perfekt und es gab ebenfalls 20 Punkte.

Am Ende teilten wir uns wir mit einigen anderen mit 85 von 100 Punkten auf einem der 13. Plätze - und einem Abstand zum ersten von 11 Punkten.

Mit dem kleinen Hund zu starten bringt Megaspaß - sie ist auf den Punkt hochkonzentriert, aufmerksam und dennoch gelassen genug um immer auch mich soweit auf dem Schirm zu haben, dass sie ansprechbar bleibt.

Ein schöner erster Start.

Leider konnte sie aufgrund der Temperaturen nicht im Auto bleiben während der F, was mir nicht gut gefiel aber es blieb eben nix anderes über als den einen oder anderen Mitstarter zu bitten während ich an der Aufgabe war mit Noony sie zu halten. Was sich aber nie als problematisch herausstellte - jeder meinte "Ach ist die aber nett" und sie ist diesbezüglich wirklich völlig unkompliziert.

F mit Noony 

Meine Noony hat während das ganzen WTs in den Aufgaben gezeigt, dass sie inzwischen verstanden hat, dass sie mit mir ans Stück kommt - auch wenn sie 1x die Richtung beim schicken nicht 100% angenommen hatte so reagierte sie auf den  Stoppfiff und nahm das folgende Kommando an.

Ebenso bei einer Markierung die sie offensichtlich nicht gesehen hatte konnte ich sie problemlos handeln. Ich hätte nur strahlen können.

Die Aufgaben waren nicht übermäßig schwer und gut machbar, auch hier die Pünktchen die wir gelassen haben  - zurecht - und dennnoch freue ich mich unendlich

Wir erreichten einen 6. Platz damit hätte ich niemals gerechnet.

Dass die Aruna und Banu parallel so unkompliziert geführt werden können ( auch wenn ich das sicher nicht tun werde, wenn es sich vermeiden lässt) hat mir besonders gut getan.

Der Schwarzling, der nichts aber auch gar nichts entging und dennoch gelassen blieb - fiel im Auto unverzüglich in einen komatösen Schlaf:-), während Aruna das tat nachdem sie sich zu Hause auf Klaus im "Fernsehstuhl" platzierte.

Alles in allem  - trotz einer enormen zeitlichen Verzögerung  - unter anderem dadurch entstanden dass ein Hund von einem Helfer aus dem Wasser gezogen werden mußte, weil er sich verfangen hatte, war es aufgrund meiner Mitstarter, des Wetters und der Aufgaben, mit den beiden Mädchen ein wirklich schöner Workingtest.

Willi durfte den Tag mit einem ausgiebigen Spaziergang verbringen :-) andernfalls wären wir nicht gestartet, das hätte ich meiner Blonden nicht zugemutet. So war alles gut!

Danke!!! an die Sonderleitung, an unsere Landeschefin die Richter und an alle Helfer die sich samt und sonders einen satten Sonnenbrand geholt haben. Es war schön mit euch!!

 

 
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